
Natürlich sind die Konzerte die Höhepunkte innerhalb einer Chorsaison. Endlich kann das Erarbeitete dem Publikum vorgestellt werden.
Spannung und vor allem der Zeitbedarf steigern sich kontinuierlich bis zum Konzerttag. Schon während der regulären Proben werden vereinzelt spezielle Probensonntage eingeschoben, um die Arbeit zu intensivieren. Unmittelbar vor der Aufführung liegen schließlich die Haupt- und die Generalprobe, bei denen mit ganzem Orchester geprobt wird – ein in der Konzertvorbereitung immer spannender Moment, wenn Chor, Solisten und Orchester erstmals zusammentreffen.
Auch der Dirigent kommt im Regelfall erst kurz vor den Endproben zum Chor und übernimmt die restlichen Proben an Stelle des Chorleiters. Bei Konzerten des Philharmonischen Chores dirigiert natürlich regelmäßig Steven Sloane als Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker den Chor. Es kommt aber auch vor, dass ein Gastdirigent das Konzert leitet und Chor, Orchester und Dirigent sich erst in den letzten Proben aufeinander einstellen können. Ein Umstand, der den Auftritt unter Umständen nicht leichter, auf alle Fälle aber reizvoller macht.
Es ist ein besonders Gefühl, aktiv an einem Konzert teilzunehmen, mit Orchester und Solisten Teil eines Ganzen zu sein und herrlichste Musik darbieten zu können. Nach dem Orchester betritt der Chor die Bühne, danach die Solisten, schließlich der Dirigent. Das Licht im Saal wird noch mal gedämpft, der Dirigent gibt den Einsatz, los geht’s und es fühlt sich ein bisschen an wie abheben. Der Applaus lässt einen wieder landen. Schade, man wäre gerne noch eine Weile oben geblieben. Doch zum Glück gibt es immer ein nächstes Konzert.